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Vor- und Nachteile verschiedener Akkutypen

Armateh AkkuschrauberWenn Sie sich einen Akkuschrauber bestellen, erhalten Sie auch immer einen bestimmten Akku, mit welchem der Schrauber betrieben wird. Dabei gibt es allerdings immense Unterschiede, wie Testberichte immer wieder zeigen. Grundsätzlich gibt es vier unterschiedliche Akkutypen, wovon viele allerdings aufgrund der Nachteile nur noch selten benutzt werden. Welche Akkutypen das sind und welche Vor- und Nachteile sie besitzen, zeigt Ihnen der nachstehende Testbericht und Ratgeber!

Die vier Akkutypen im Rennen

Vor- und Nachteile verschiedener AkkutypenSchauen Sie sich die Vielfalt der Angebote für Akkuschrauber im Shop an, werden Sie nach einiger Recherche sehen, welche unterschiedlichen Akkutypen es gibt. Grundsätzlich gibt es auf dem Markt vier unterschiedliche Typen, die allesamt Vor- und Nachteile besitzen.

  • Nickel-Kadmium-Akkus
  • Nickel-Metallhybrid-Akkus
  • Lithium-Ionen-Akkus
  • Lithium-Ionen-Polymer-Akkus

Der Nickel-Kadmium-Akku

Bei diesem Modell handelt es sich um die älteste Form des Akkus, die bei einem Akkuschrauber oder bei einem anderen Elektrogerät verwendet werden kann. Der Nickel-Kadmium-Akku ist allerdings einer der meistverwendeten Akkus und wurden lange Zeit auch noch in Smartphones eingesetzt.

Der sogenannte NiCd-Akku wird seit den 50er-Jahren verwendet und zeichnet sich dadurch aus, dass er enorm schnell aufgeladen werden kann. Schnellladegeräte schaffen eine komplette Aufladung in unter einer Stunde, was bei vielen anderen Akkutypen nicht möglich ist. Hinzu kommt, dass der Akku sehr robust ist und im Allgemeinen mit geringen Temperaturen behaftet ist. Selbst wenn die Temperatur einmal stark ansteigen sollte, wird der Akku von diesen Temperaturen nicht zerstört.

Der große Nachteil eines solchen Akkus ist allerdings, dass er den berüchtigten Memory-Effekt besitzt. Was ist der Memory-Effekt? Der Effekt hat daher seinen Namen, da der Akku seinen letzten Ladestand scheinbar aufzeichnet. Das hat den großen Nachteil, dass wenn Sie den Akku einmal nicht vollständig entleeren und wieder aufladen sollten, der Akku nur bis zu dem Level aufgeladen wird, wie er vor dem Aufladen stand. Je häufiger Sie den Akku nur halb aufladen, desto eher stellt sich der Memory-Effekt ein. Die Folgen? Sie haben nach falscher Nutzung nur noch einen Akku mit der halben Kapazität.

Hinzu kommt der Nachteil, dass der Akku zur Selbstentladung neigt. Das bedeutet, dass der Akku selbst dann Energie verliert, wenn Sie ihn gar nicht nutzen. Das kann bedeuten, dass der Akku nach wenigen Wochen leer ist, ohne dass er eingesetzt wird. Ein ständiges Überprüfen ist also immer notwendig, damit Sie beim Nutzen des Akkuschraubers nicht plötzlich keinen aufgeladenen Akku mehr besitzen!

Der Nickel-Metallhybrid-Akku

Bei diesem Akku erhalten Sie eine Weiterentwicklung vom standardmäßigen Nickel-Kadmium-Akku. Entwickelt wurde dieser Typ in den 90er-Jahren und wurde als der Akku bezeichnet, der als Standard gelten sollte. Gerade da der Akku im Vergleich zum NiCd-Akku weitaus weniger Giftstoffe besitzt, hatten Menschen viele Hoffnungen in den Akku gesetzt.

Tatsächlich treten bei diesem Akku aber ähnliche Probleme auf, die auch schon bei einem NiCd-Akku zu finden sind. Der Memory-Effekt ist noch immer vorhanden, wenn auch in einer schwächeren Version. Der große Nachteil: Dieser Akkutyp ist weniger robust, als es der NiCd-Akku ist, weswegen er nicht so häufig eingesetzt wurde.

Allerdings kann der NiMH-Akku ebenfalls mit einer Schnellladezeit von einer Stunde aufgeladen werden. Die Selbstentladung ist aber auch bei diesem Akku ein großes Problem. Die ist laut Testbericht genau so hoch, wie es beim NiCd-Akku der Fall ist.

Der Lithium-Ionen-Akku

Dieser Akkutyp wird heutzutage häufig in Akkuschraubern eingesetzt, da er im Vergleich zum nächsthöheren Produkt günstig zu produzieren ist. Der Akku wurde 1991 entwickelt und besitzt im Vergleich zu den bereits erwähnten Akkutypen eine sehr hohe Energiedichte. Ein Akkuschrauber kann mit einem Li-Ion-Akku also wesentlich länger und effektiver betrieben werden, als es bei einem der anderen Akkus der Fall wäre – ein großer Pluspunkt, gerade bei langen Handwerksarbeiten.

Die Anzahl der Ladezyklen ist bei einem solchen Akku allerdings beschränkt. Während Sie den NiCd-Akku bei richtiger Nutzung auch nach mehreren tausend Zyklen noch vollständig nutzen können, macht der Li-Ion-Akku nach wenigen hundert Zyklen schlapp. Schuld daran ist der Verfall der Elektrolyte im Inneren, die durch Oxidation zerfallen. Der große Vorteil ist allerdings, dass der Akku eine sehr niedrige Selbstentladung besitzt. Er kann auch nach wochenlangem Liegen noch vollständig genutzt werden, ohne dass der Akku zuvor aufgeladen werden müsste.

Desweiteren entsteht bei einem solchen Akku kein berüchtigter Memory-Effekt. Sie können den Akku also auch dann Aufladen, wenn er nur bis zur Hälfte gefüllt ist. Die Kapazität wird davon nicht beeinträchtigt!

Der Lithium-Ionen-Polymer Akku

Bei diesem Modell handelt es sich um die neuste Generation der Lithium-Ionen-Akkus. Der Akku verzichtet auf die flüssigen Elektrolyte und  ist daher meist mit einem geringeren Gewicht ausgestattet. Während bei einem normalen Lithium-Ionen-Akku ein Gehäuse aus Metall Pflicht ist, kann hier auch ein Akku aus Kunststoff gewählt werden.

Gerade wenn Sie mit dem Akkuschrauber über Kopf arbeiten müssen, werden Sie den enormen Gewichtsunterschied bemerken. Der Akku besitzt im Vergleich aber ähnliche innere Werte, wie es auch der Lithium-Ionen-Akku aufweist. Der Akku besitzt eine geringe Selbstentladung und ist ebenfalls vom Memory-Effekt befreit. Auch hier lässt sich der Akku beliebig auf- und entladen.

Die Aufladezeit beträgt in der Regel zwischen 2 und 3 Stunden, kann mit einem Schnellladegeräte allerdings verkürzt werden. Grundsätzlich laden sich diese Akkus aber immer langsamer auf, als es bei einem NiCd-Akku der Fall wäre.

Tipp! Auch der Zerfall durch Oxidation ist bei solch einem Akku ein wichtiges Thema. Auch dieser Akku kann bereits nach mehreren hundert Ladezyklen den Geist aufgeben. In der Regel geben Hersteller eine Garantie von 3 Jahren bei normaler Nutzung. Zum Vergleich: Ein richtig genutzter NiCd-Akku kann das Dreifache oder vierfache der Zeit genutzt werden.

Vor- und Nachteile der verschiedenen Akkutypen

  • einige Akkus sind eher klein und kompakt, andere dafür größer, aber auch robuster
  • neuere Akkus punkten mit einer langen Laufzeit
  • müssen regelmäßig aufgeladen werden

Welcher Akku ist der richtige Akku für den Haushalt?

Im Haushalt werden die meisten Akkuschrauber mit einem Lithium-Ionen-Akku produziert. Dabei ist es egal, ob hier ein Akku mit Polymer oder ohne Polymer eingesetzt wird. Technisch unterscheiden sich die beiden Typen nicht – lediglich das Gewicht und die Bauform sind unterschiedlich.

Bauweise des Akkus Hinweise
schmal und leicht Wenn Sie also einen sehr schmalen und leichten Akkuschrauber suchen, sollten Sie sich ein Modell mit Li-Ion-Poly-Akku aussuchen.
sehr robust Bei einem NiCd-Akku erhalten Sie im Vergleich zwar einen robusten Akku, allerdings ist er sehr fehleranfällig beim Gebrauch. Aus diesem Grund wird dieser Akku bei neuen Geräten kaum mehr verwendet. Bei gebrauchten Akkuschraubern ist solch ein Akku aber noch immer möglich!

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